Tinnitus - Ohrensausen

 

Wenn Sie Tinnitus haben, sind Sie nicht allein.

Etwa 10 % der Bevölkerung kennt dieses Phänomen, aber nur 2-3% leiden darunter. Manche PatientInnen entwickeln einen extrem hohen Leidensdruck. Unter Tinnitus versteht man ein ständiges Sausen oder Klingeln im Ohr. Grundsätzlich unterscheidet man den subjektiven und objektiven Tinnitus.Der objektive Tinnitus ist sehr selten und ist auch für andere Personen hörbar. Er wird z.B. durch krankhafte Muskelanspannungen oder Veränderungen am Hals und Hirngefäßen hervorgerufen. Die Ursache des weit häufigeren subjektiven Tinnitus ist heutzutage nicht annähernd geklärt. Man unterscheidet hier zwischen akutem und chronischem Tinnitus.

 

Objektiver Tinnitus

Der objektive Tinnitus ist sehr selten und ist auch für andere Personen hörbar. Er wird z.B. durch krankhafte Muskelanspannungen oder Veränderungen am Hals und Hirngefäßen hervorgerufen. 

 

Subjektiver Tinnitus

Die Ursachen des weit häufigeren subjektiven Tinnitus sind heutzutage nicht annähernd geklärt bzw. gibt es unzählige Gründe, die Ohrgeräusche hervorrufen können. Die häufigsten sind: Verspannungen der Halswirbelsäule, extreme seelische Kränkungen, Stress, Pop-/Rockkonzerte, Discobesuche oder sonstige Lärmtraumata sowie Nebenwirkungen von Medikamenten und viele mehr.

 

Der akute Tinnitus

Tritt ein Ohrensausen erstmals bei Ihnen auf, schlafen Sie erst einmal in Ruhe aus. Ist es am nächsten Tag immer noch vorhanden, suchen Sie zügig einen HNO-Arzt oder -Klinik auf, um die Ursache der Geräusche abzuklären. Anschließend kann eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden. Tritt das Ohrensausen gleichzeitig mit einem Hörsturz und/oder Schwindel auf, suchen Sie umgehend einen HNO- Arzt bzw. -Klinik auf.

 

Bei den meisten Menschen,  bei denen plötzlich Ohrgeräusche auftreten, sind diese innerhalb von ein bis 2 Tagen auch genauso plötzlich wieder weg und es bedarf nicht nach einer Behandlung. Sollten die Ohrgeräusche allerdings nach ein bis zwei Tagen nicht verschwinden, sollten Sie einen HNO Arzt aufsuchen. Ein Arztbesuch ist insbesondere dann anzuraten, wenn zusätzlich zu den Ohrgeräuschen eine Schwerhörigkeit vorliegt.

 

Auch wenn ein akuter Tinnitus bei einem Betroffenen wiederholt auftritt, besteht zunächst kein Therapiebedarf. Dies gilt jedoch nur dann, wenn keine begleitende Hörstörung vorliegt und wenn das Ohrgeräusch nach einigen Stunden von selbst wieder abklingt.

 

Positiv hervorzuheben ist, dass es sich bei Patienten mit einem akutem Tinnitus des öfteren um ein kompensiertes Krankheitsbild handelt. Die Mehrzahl der Betroffenen empfinden keinen ausgeprägten Leidensdruck. 

 

Der chronische Tinnitus

Besteht das Ohrensausen länger als 6 Monate und ist medikamentös oder operativ nicht behandelbar, liegt ein chronischer Tinnitus vor. Bei diesen Ohrgeräuschen handelt es ich nicht um eine Krankheit im eigentlichen Sinne, eher ein Symptom. 80% der Betroffenen fühlen sich durch das Ohrensausen nicht belästigt. Beginnt Ihr Ohrgeräusch jedoch Ihr Leben zu dominieren, kann dies zu einer Krankheit führen. Gegen Ohrensausen gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten, über die wir Sie gerne beraten.

 

Hyperakusis

Eine krankhafte Überempfindlichkeit auf Geräusche und Umgebungslärm (eine sogenannte „Hyperakusis“) kann das Problem weiter verschärfen.

Eine Hyperakusis kann als Symptom einer anderen Erkrankung wie zum Beispiel einer Mittelohrentzündung auftreten. Bei erfolgreicher Behandlung der Grunderkrankung geht in der Regel auch die Hyperakusis zurück.

 

Öfters findet man eine solche Intoleranz gegenüber lautem Schall bei Schwerhörigen mit einer Haarzellbeschädigung im Innenohr. Diese Art Schwerhörige, können den leiseren Schall zwar nicht hören,  aber nach Überschreiten der Hörschwelle nimmt die Lautheitsempfindung mit dem Schallpegel wesentlich Schneller zu als beim Normalhörigen, sodass bei höheren Pegeln der Schall unangenehm oder gar unerträglich laut wahrgenommen wird. Man bezeichnet dieses Phänomen als Recruitment (übermäßiger Lautheitsanstieg).

 

Die Mehrzahl an Schallempfindungsschwerhörigen weist ein Recruitment auf und leidet daher an einer mehr oder minder ausgeprägten Unverträglichkeit gegenüber lautem Schall. Dieses Symptom des Recruitments bezeichnet man auch sehr oft als Hyperakusis. Bei der Versorgung mit Hörgeräten von Schwerhörigen mit Recruitment wird durch technische Maßnahmen verhindert, dass zu lauter Schall in das Ohr abgegeben wird. Andere Grunderkrankungen können z. B. Morbus Menière, Hydrops cochleae, Bogengangsdehiszenz, Schädel-Hirn-Traumata, Borrelien-Infektion, posttraumatische Belastungsstörung, Depression, Manie oder Migräne sein.

 

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