Hörgeräte Preise

Was kosten Hörgeräte und was zahlt die Krankenkasse?

 

Die Hörgerätepreise für die Standardersorgung (€ 792,-) werden die Kosten zur Gänze*) von der zuständigen Krankenkasse übernommen, d.h. der Käufer zahlt € 0,- 

*) Voraussetzung ist, dass die betreffende Person in Österreich sozialversichert ist und gewisse Kriterien erfüllt sind, wie z.B. eine Verordnung von einem HNO-Arzt und ein Mindestmaß an Hörminderung. 

 

Die Preise für ein Hörgerät bewegen sich in einer Größenordnung vom Standardhörgerät um € 792,- bis ca. € 3.600,- für eine high-end Hörlösung, wobei die Kosten für den Käufer von der jeweiligen Kostenübernahme der Krankenkasse abhängen – siehe unten „Sonderversorgungen“. 

Da der Verlauf der Hörkurve ausschlaggebend für die Leistung der Krankenkassen ist, lassen sich die genauen Kosten für den Käufer erst nach Durchführung eines Hörtests abschätzen. 

 

Die Kosten für den laufenden Gebrauch von Hörlösungen, also z.B. Batterien, Akkus, Fernbedienungen und sonstiges Zubehör müssen selbst bezahlt werden. 

 

Tipp: Sammeln Sie alle Rechnungen und machen Sie diese im Jahresausgleich beim Finanzamt unter „außergewöhnliche Belastungen“ geltend! (Darunter fallen auch Kosten für Brillen, Zahnersatz, …)

 

 

Kostenübernahme durch die Krankenkassen

 

Standardhörgerät, einohrig:  € 792,- / beidohrig:  € 1.425,60-

 

Sonderversorgungen:

Hörgerät der Klasse I, einohrig : € 900,- / beidohrig € : € 1.620,- 

Hörgerät der Klasse II, einohrig: € 1.560,- / beidohrig: € 2.808,- 

Hörgerät der Klasse III, einohrig: bis zu € 2.100,- / beidohrig bis zu € 3.780,- laut Kostenvoranschlag 

  

Für die Gewährung einer Sonderversorgung müssen nachstehende Kriterien erfüllt sein: 

 

Klasse I:

Restgehör und an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit (Tonaudiogramm ab 500 Hz Hörverlust > 70dB und kein Sprachverstehen für Einsilber bei Pegeln unter 95dB). 

Ausnahme: Messungen ab 1000 Hz außerhalb des Messbereiches, diesfalls kann im Tieftonbereich der Hörverlust auch < 70dB sein. 

 

Klasse II: 

Steilabfall > =40 dB in einer Oktave zwischen 500 Hz und 4000 Hz oder wannenförmiger Hörverlust > 30 dB, Breite mindestens 2 Oktaven oder eingeschränkter Restdynamikbereich < 35 dB in mehr als 1 Oktave zwischen 500 Hz und 4000 Hz (unabhängig von der Hörschwelle) 

 

Klasse III: Sonderversorgung aus beruflichen Gründen

- Tätigkeit in häufig wechselnden Geräuschsituationen und/oder

- Kommunikation mit mehreren Personen und/oder

 

- erhöhtem Störschall 

 

 

Warum gibt es so große Unterschiede bei den Preisen von Hörsystemen?

 

 

Wieviel ein Hörgerät kostet, hängt davon ab, welcher Chip im Hörgerät eingebaut ist. Je nachdem, wie leistungsstark er ist, d.h. in welchem Ausmaß er verschiedene Hörsituationen erkennen und darauf reagieren kann, so viel kostet auch das Gerät. 

 

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Standard-Hörgerät und einem high-end Hörgerät?

 

Ein Standardhörgerät ist am besten für Menschen geeignet, die sich hauptsächlich in ruhiger Umgebung aufhalten, da Sprache genauso verstärkt wird wie Umgebungsgeräusche. 

Da aber Menschen, die eine Hörminderung haben, gerade das Herausfiltern von Sprache aus den Umgebungsgeräuschen besonders schwerfällt, bedarf es großer Übung und Anstrengung, einem Gespräch folgen zu können.

 

 

Umso besser das Hörgerät verschiedene Eingangssignale erkennen kann (z.B. Differenzierung zwischen Sprache, Autolärm und Musik, …) und diese auch unterschiedlich verstärkt, umso aufwändiger ist der eingebaute Computerchip und umso teurer ist letztendlich auch das Hörgerät. High-end Hörgeräte filtern Sprache aus Umgebungsgeräuschen heraus, verstärken die Sprache und reduzieren gleichzeitig alle Umgebungsgeräusche. Dieser Komfort erleichtert dem Träger natürlich die Sprachverständlichkeit.

 

 

Woher weiß ich welches Hörgerät für mich geeignet ist?

 

Wenn Sie noch nie ein Hörgerät getestet haben, können auch Sie nicht wissen, was Sie sich von der Hörgeräteversorgung erwarten können. Daher laden wir Sie ein, verschiedene Hörsysteme zu testen. Nur Sie selbst können beurteilen, mit welchen Hörgeräten Sie am besten zurechtkommen. Das teuerste muss nicht immer das Beste sein. 

Doch bevor wir Ihnen Hörgeräte zum Testen mitgeben, ist es uns wichtig, dass Sie optimal darauf vorbereitet sind. Daher beginnen wir mit einem Hörtraining, das die Voraussetzung für ein erfolgreiches Hören mit einem Hörsystem ist. 

Unser Renova Hörtraining „repariert“ zwar nicht zerstörte Haarsinneszellen im Innenohr, regt aber zur Neuverschaltung von Nervenzellen an und versetzt so das Gehirn in die Lage, besser zu hören und verstehen. Erste Erfolge sind bereits nach 2 Wochen systematischem Training messbar.

 

Unser Ziel ist es, dass Sie sich mit den Geräten wohlfühlen und im Alltag gut zurechtkommen und Sie damit an Lebensqualität gewinnen. Dafür steht Ihnen eine ausreichend lange Testphase in Ihrer gewohnten Umgebung zur Verfügung. Wir beraten Sie natürlich gerne bei der Auswahl und geben Ihnen nur Geräte zur Probe mit, die auch für Sie geeignet sind. 

 

Die Eignung des Hörgeräts ist sehr individuell und richtet sich unter anderem nach den folgenden Faktoren: 

 

- Verlauf der Hörkurve und Schweregrad der Hörminderung

- Form und Größe des Gehörgangs und der Ohrmuschel

- Alter (Kinderversorgung)

- bestehende Erkrankungen oder Operationen am Ohr 

- Einsetzbarkeit und Halt am Ohr (Tragekomfort)

- Einschränkungen der Handhabung 

- spezielle Erfordernisse z.B. für den Beruf